AGB

Worauf wir uns verständigen

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Beratungsleistungen von Gudrun Knappke, Individualpsychologische Beratung, Rappenstraße 9, 75045 Walzbachtal, nachfolgend „Beraterin“.

Sie gelten gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB sowie gegenüber Unternehmern, juristischen Personen, Körperschaften, Vereinen, Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen und sonstigen Organisationen, nachfolgend gemeinsam „Auftraggeber“.

Soweit eine Organisation Auftraggeber ist, gelten diese Bedingungen für den Auftraggeber. Die von dem Auftraggeber benannten oder entsandten Teilnehmer nehmen die Beratungsleistung auf Grundlage der Vereinbarung mit dem Auftraggeber in Anspruch.

Abweichende Bedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn die Beraterin ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

2. Gegenstand und Grenzen der Beratung

Gegenstand der Leistungen ist individualpsychologische Beratung und Begleitung bei persönlichen, beruflichen, sozialen oder organisatorischen Fragen, Übergängen, Konflikten und Entscheidungen. Die Beratung dient der Orientierung, Reflexion und Stärkung der eigenen Handlungsfähigkeit.

Die Beratung kann insbesondere als Einzelberatung, Paar- oder Familienberatung, Gruppenangebot, Workshop, Vortrag, Supervisions- oder Reflexionsformat oder als sonstiges individuell vereinbartes Beratungsformat erfolgen.

Die Beratung ist keine Heilbehandlung im Sinne des Heilpraktikergesetzes und keine Psychotherapie. Sie ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. Bei Anzeichen einer behandlungsbedürftigen Erkrankung verweist die Beraterin an entsprechende Fachstellen. In akuten Krisen sind ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe sowie der ärztliche Notdienst die richtigen Anlaufstellen.

Die Beratung ersetzt außerdem keine rechtliche, steuerliche, finanzielle oder sonstige fachliche Beratung, soweit solche Fragen nicht ausdrücklich Gegenstand eines gesonderten Auftrags sind.

3. Zustandekommen des Vertrags

Ein Beratungsvertrag kommt mit der Bestätigung eines Termins, Angebots oder Auftrags durch die Beraterin zustande. Die Bestätigung kann insbesondere per E-Mail, telefonisch, schriftlich oder über ein Online-Buchungssystem erfolgen.

Die Darstellung der Leistungen auf der Website oder in Informationsunterlagen stellt kein verbindliches Angebot dar. Sie ist eine Einladung zur Kontaktaufnahme oder Terminvereinbarung.

Bei Aufträgen durch Organisationen kann der Vertrag auch durch Annahme eines Angebots, durch schriftliche oder elektronische Beauftragung oder durch sonstige eindeutige Bestätigung zustande kommen.

4. Honorar, Zahlung und Auslagen

Das Honorar richtet sich nach der jeweils gültigen Honorarübersicht oder nach dem individuell vereinbarten Angebot. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung oder Beauftragung genannte Höhe.

Honorare für Einzeltermine sind nach der jeweiligen Sitzung fällig, sofern nichts anderes vereinbart ist. Honorare für Workshops, Gruppenangebote, Veranstaltungen oder sonstige Organisationsaufträge sind nach Rechnungsstellung fällig, sofern im Angebot keine abweichende Regelung getroffen wurde.

Die Zahlung erfolgt per Überweisung oder, soweit angeboten, in bar.

Reise-, Übernachtungs-, Raum-, Material- oder sonstige auftragsspezifische Nebenkosten werden nur berechnet, wenn sie vorab vereinbart wurden oder für die Durchführung des Auftrags erforderlich und dem Auftraggeber erkennbar waren. Nicht stornierbare oder bereits entstandene auftragsspezifische Kosten sind vom Auftraggeber zu erstatten, soweit sie durch den Auftrag veranlasst wurden.

Die Beraterin nimmt die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Anspruch. Es wird daher keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Sollte die Kleinunternehmerregelung nicht oder nicht mehr anwendbar sein, verstehen sich die genannten Honorare gegenüber Verbrauchern als Endpreise einschließlich gesetzlicher Umsatzsteuer und gegenüber Unternehmern zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern nichts anderes vereinbart ist.

5. Absage, Verschiebung und Ausfallhonorar bei Einzelterminen

Vereinbarte Einzeltermine können bis spätestens 72 Stunden vor Beginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Maßgeblich ist der Zugang der Absage bei der Beraterin in Textform, zum Beispiel per E-Mail.

Bei späterer Absage oder bei Nichterscheinen kann das vereinbarte Honorar als Ausfallhonorar berechnet werden, soweit der Termin nicht anderweitig vergeben werden kann und keine ersparten Aufwendungen anzurechnen sind. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

Ein Ausfallhonorar fällt nicht an, wenn der Auftraggeber oder der Klient die verspätete Absage oder das Nichterscheinen nicht zu vertreten hat.

Sagt die Beraterin einen Termin ab, wird ein Ersatztermin angeboten. Bereits gezahlte Honorare für den ausgefallenen Termin werden erstattet, sofern kein Ersatztermin vereinbart wird.

6. Absage, Verschiebung und Ausfallhonorar bei Organisationsaufträgen, Workshops und Gruppenformaten

Für Beratungsleistungen, Workshops, Gruppenangebote, Vorträge, Veranstaltungen oder sonstige Formate, die von Organisationen oder für mehrere Teilnehmer beauftragt werden, gelten vorrangig die im Angebot vereinbarten Stornobedingungen.

Sofern nichts anderes vereinbart ist, können solche Aufträge bis spätestens 28 Kalendertage vor Beginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Bereits entstandene, nicht stornierbare oder nur gegen Kosten stornierbare Reise-, Übernachtungs-, Raum-, Material- oder sonstige auftragsspezifische Kosten sind auch bei rechtzeitiger Absage zu erstatten, soweit sie durch den Auftrag veranlasst wurden.

Bei späterer Absage oder Verschiebung durch den Auftraggeber kann die Beraterin zusätzlich zu den nicht stornierbaren auftragsspezifischen Kosten ein Ausfallhonorar nach folgender Staffel berechnen:

  • weniger als 28 Kalendertage vor Beginn: 40 % des vereinbarten Honorars
  • weniger als 14 Kalendertage vor Beginn: 60 % des vereinbarten Honorars
  • weniger als 7 Kalendertage vor Beginn: 80 % des vereinbarten Honorars
  • weniger als 48 Stunden vor Beginn oder bei Nichterscheinen: 100 % des vereinbarten Honorars

Ersparte Aufwendungen und Einnahmen aus einer anderweitigen Verwendung des Termins werden angerechnet. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

Ein Ausfallhonorar fällt nicht an, wenn der Auftraggeber die Absage oder Verschiebung nicht zu vertreten hat. Nicht stornierbare, durch den Auftrag veranlasste auftragsspezifische Kosten bleiben in diesem Fall zu erstatten, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

Sagt die Beraterin einen Organisationsauftrag, Workshop oder ein Gruppenformat ab, wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin angeboten. Bereits gezahlte Honorare werden erstattet, sofern kein Ersatztermin vereinbart wird. Weitergehende Ansprüche bestehen nur nach Maßgabe der Haftungsregelung dieser Bedingungen.

7. Mitwirkung und Eigenverantwortung

Beratung wirkt im Zusammenspiel. Der Klient beziehungsweise der Auftraggeber ist für die eigene Mitwirkung, die Umsetzung von Impulsen und die daraus folgenden Entscheidungen selbst verantwortlich.

Die Beraterin schuldet eine sorgfältige Begleitung auf Grundlage des vereinbarten Beratungsauftrags, jedoch keinen bestimmten persönlichen, beruflichen, organisatorischen, wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Erfolg.

Bei Organisationsaufträgen sorgt der Auftraggeber für die rechtzeitige Information der Teilnehmer, geeignete Rahmenbedingungen vor Ort und die erforderliche Abstimmung mit der Beraterin, soweit nichts anderes vereinbart ist.

8. Vertraulichkeit

Die Beraterin behandelt die Inhalte der Beratung vertraulich. Informationen werden nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Klienten beziehungsweise des Auftraggebers an Dritte weitergegeben, soweit keine gesetzliche Offenbarungspflicht besteht.

Bei Organisationsaufträgen werden personenbezogene Inhalte einzelner Teilnehmer nicht ohne deren ausdrückliche Zustimmung an den Auftraggeber weitergegeben. Rückmeldungen an den Auftraggeber erfolgen, soweit vereinbart, nur in allgemeiner oder zusammenfassender Form, sofern nichts anderes ausdrücklich abgestimmt wurde.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist in der Datenschutzerklärung beschrieben.

9. Videoberatung per Zoom

Beratung kann nach Vereinbarung als Videoberatung über Zoom stattfinden. Eine telefonische Beratung wird nicht angeboten.

Der Klient beziehungsweise der Auftraggeber ist selbst dafür verantwortlich, die technischen Voraussetzungen für die Teilnahme zu schaffen, insbesondere eine stabile Internetverbindung, ein geeignetes Endgerät, funktionierende Kamera und Mikrofon sowie eine ungestörte und vertrauliche Umgebung.

Die Zugangsdaten werden rechtzeitig vor dem Termin übermittelt. Der Klient beziehungsweise der Auftraggeber ist verpflichtet, sich rechtzeitig vor Beginn des Termins einzuwählen und die Funktionsfähigkeit der technischen Ausstattung zu prüfen.

Technische Störungen aus dem Verantwortungsbereich des Klienten beziehungsweise des Auftraggebers, insbesondere Probleme mit Internetverbindung, Endgerät, Kamera, Mikrofon, Software oder Bedienung, berechtigen nicht zur Erstattung oder Minderung des Honorars. Kann der Termin aus solchen Gründen nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt werden, gilt er als nicht rechtzeitig abgesagt, sofern kein Ersatztermin aus Kulanz vereinbart wird.

Liegt die technische Störung im Verantwortungsbereich der Beraterin, wird ein Ersatztermin angeboten. Bereits gezahlte Honorare werden erstattet, sofern kein Ersatztermin zustande kommt.

10. Haftung

Die Beraterin erbringt ihre Leistungen sorgfältig und nach bestem Wissen auf Grundlage der vereinbarten Beratungsleistung. Ein bestimmter persönlicher, beruflicher, gesundheitlicher, organisatorischer oder wirtschaftlicher Erfolg wird nicht geschuldet.

Die Beratung ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische, psychiatrische, rechtliche, steuerliche, finanzielle oder sonstige fachliche Beratung oder Behandlung. Entscheidungen, die der Klient oder der Auftraggeber auf Grundlage der Beratung trifft, liegen in eigener Verantwortung.

Die Beraterin haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung beruhen.

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Beraterin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.

Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

11. Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die zusammen mit dem Muster-Widerrufsformular vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt wird.

Wird auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers mit der Beratungsleistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen, ist im Falle eines Widerrufs ein angemessener Betrag für die bis zum Widerruf bereits erbrachte Leistung zu zahlen.

Gegenüber Unternehmern, juristischen Personen, Körperschaften, Vereinen, Bildungseinrichtungen und sonstigen Organisationen besteht kein gesetzliches Verbraucherwiderrufsrecht.

12. Schlussbestimmungen und Streitbeilegung

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Die Beraterin ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.